Drogen in der Übersicht

Informiere dich über Wirkung und Risiken verschiedener Drogen und Substanzen. Du kannst auch herausfinden, welche Wechselwirkungen zwischen einzelnen Drogen und HIV- oder HCV-Medikamenten bestehen.

Erste Hilfe beim Drogennotfall

Notruf: 112, Polizei: 110
Sucht- und Drogenhotline: 01805-313031
Vergiftungszentrale: 030/19240

Tranquilizer

Benzodiazepine, Rohypnol & Co., Valium
Wirkstoff: Midazolam, Diazepam, Alprazolam, Triazolam, Estazolam, Flurazepam, Oxazepam Tetrazepam, Lorazepam und andere Substanzen aus der Gruppe der Benzodiazepine

Wirkungen und Nebenwirkungen

  • Beruhigung, Entspannung, Verlangsamung, Angstreduktion, Müdigkeit, Schlafförderung
  • Herabsetzung der Atmung

Nachwirkung:

  • Nach abendlicher Einnahme können am nächsten Morgen Überhangeffekte auftreten (Restmüdigkeit, Konzentrationsschwäche).
  • Es kommt vor, dass sich (v. a. bei älteren Menschen) die Wirkung "umkehrt", d. h., es kommt zu Erregungszuständen, zu Reizbarkeit und Aggressivität.

Langzeitfolgen:

  • Bei längerer Einnahmedauer besteht die Gefahr, dass der Körper sich an Benzodiazepine gewöhnt, immer höhere Dosen braucht und schließlich abhängig wird. 

Gesundheits-Tipps, Safer Use

  • Benzodiazepine nicht (bzw. nur nach Absprache mit dem Arzt/der Ärztin) zusammen mit HIV-Medikamenten (Proteasehemmer/NNRTI) einnehmen!
  • Achtung: Midazolam (Dormicum®) wird häufig als Beruhigungsmittel vor Operationen und diagnostischen Eingriffen wie Magen- oder Darmspiegelungen eingesetzt). Es sollte bei HIV-Therapie durch ein anderes Beruhigungsmittel (s.o.) ersetzt werden.
  • Benzodiazepine grundsätzlich nicht mit anderen "Downern" (Alkohol, Opiate, GHB) kombinieren!

Literatur

Agarwala S, Russo R, Mummanemi V, et al. Steady-state pharmacokinetic interaction study of atazanavir with ritonavir in healthy subjects. Abstract H1716, 42nd ICAAC 2002, San Diego.

Clinical Pharmacology, Gold Standard Multimedia, 2006.
http://www.goldstandard.com/

Michalets E. Update: Clinically Significant Cytochrome P-450 Drug Interaction. Ann Pharmacother 1998; 18:84-112.

Jedeikin R, Menutti D, Bruderman I, Hoffman S. Prolonged respiratory center depression after alcohol and benzodiazepines. Chest 1985; 87(2):262-4.

White JM, Irvine RJ. Mechanisms of fatal opioid overdose. Addiction 1999; 94(7):961-72.

Jage J. Methadone - pharmacokinetics and pharmacodynamics of an opiate. Anaesthesist 1989; 38(4):159-66.

Burrows DL, Hagardorn AN, Harlan GC, et al. A fatal drug interaction between oxycodone and clonazepam. J Forensic Sci 2003; 48(3):683-6. 

Wechselwirkungen mit HIV-Medikamenten

Stocrin® + Tranquilizer

 

Bei Proteasehemmern und Sustiva® besteht ein erhöhtes Risiko für Sedierung (Versetzung in einen schläfrigen Zustand).

Die Wirkdauer kann extrem ansteigen, so dass man unter Umständen mehrere Tage betäubt und desorientiert ist. Dies gilt für Midazolam (Dormicum®), Alprazolam (Cassadan®, Tafil®, Xanax®) und Triazolam (Halcion®). Diese Substanzen haben ein hohes Wechselwirkungspotenzial!

Ein nur geringes Wechselwirkungspotenzial besitzen dagegen Oxazepam (z. B. Adumbran®), Tetrazepam (z. B. Musaril®) und Lorazepam (z. B. Tavor®); diese sind - ärztlich verordnet - in Kombination mit einer HIV-Therapie einsetzbar.

Da in Studien nur einzelne Substanzen getestet werden, sind Wechselwirkungen weiterer Substanzen trotz Nicht-Nennung nicht ausgeschlossen!

Reyataz® + Tranquilizer

 

Bei Proteasehemmern und Sustiva® besteht ein erhöhtes Risiko für Sedierung (Versetzung in einen schläfrigen Zustand).

Die Wirkdauer kann extrem ansteigen, so dass man unter Umständen mehrere Tage betäubt und desorientiert ist. Dies gilt für Midazolam (Dormicum®), Alprazolam (Cassadan®, Tafil®, Xanax®) und Triazolam (Halcion®). Diese Substanzen haben ein hohes Wechselwirkungspotenzial!

Ein nur geringes Wechselwirkungspotenzial besitzen dagegen Oxazepam (z. B. Adumbran®), Tetrazepam (z. B. Musaril®) und Lorazepam (z. B. Tavor®); diese sind - ärztlich verordnet - in Kombination mit einer HIV-Therapie einsetzbar.

Da in Studien nur einzelne Substanzen getestet werden, sind Wechselwirkungen weiterer Substanzen trotz Nicht-Nennung nicht ausgeschlossen!

Prezista® + Tranquilizer

 

Bei Proteasehemmern und Sustiva® besteht ein erhöhtes Risiko für Sedierung (Versetzung in einen schläfrigen Zustand).

Die Wirkdauer kann extrem ansteigen, so dass man unter Umständen mehrere Tage betäubt und desorientiert ist. Dies gilt für Midazolam (Dormicum®), Alprazolam (Cassadan®, Tafil®, Xanax®) und Triazolam (Halcion®). Diese Substanzen haben ein hohes Wechselwirkungspotenzial!

Ein nur geringes Wechselwirkungspotenzial besitzen dagegen Oxazepam (z. B. Adumbran®), Tetrazepam (z. B. Musaril®) und Lorazepam (z. B. Tavor®); diese sind - ärztlich verordnet - in Kombination mit einer HIV-Therapie einsetzbar.

Da in Studien nur einzelne Substanzen getestet werden, sind Wechselwirkungen weiterer Substanzen trotz Nicht-Nennung nicht ausgeschlossen!

Norvir® + Tranquilizer

 

Bei Proteasehemmern und Sustiva® besteht ein erhöhtes Risiko für Sedierung (Versetzung in einen schläfrigen Zustand).

Die Wirkdauer kann extrem ansteigen, so dass man unter Umständen mehrere Tage betäubt und desorientiert ist. Dies gilt für Midazolam (Dormicum®), Alprazolam (Cassadan®, Tafil®, Xanax®) und Triazolam (Halcion®). Diese Substanzen haben ein hohes Wechselwirkungspotenzial!

Ein nur geringes Wechselwirkungspotenzial besitzen dagegen Oxazepam (z. B. Adumbran®), Tetrazepam (z. B. Musaril®) und Lorazepam (z. B. Tavor®); diese sind - ärztlich verordnet - in Kombination mit einer HIV-Therapie einsetzbar.

Da in Studien nur einzelne Substanzen getestet werden, sind Wechselwirkungen weiterer Substanzen trotz Nicht-Nennung nicht ausgeschlossen!

Lexiva™ + Tranquilizer

 

Bei Proteasehemmern und Sustiva® besteht ein erhöhtes Risiko für Sedierung (Versetzung in einen schläfrigen Zustand).

Die Wirkdauer kann extrem ansteigen, so dass man unter Umständen mehrere Tage betäubt und desorientiert ist. Dies gilt für Midazolam (Dormicum®), Alprazolam (Cassadan®, Tafil®, Xanax®) und Triazolam (Halcion®). Diese Substanzen haben ein hohes Wechselwirkungspotenzial!

Ein nur geringes Wechselwirkungspotenzial besitzen dagegen Oxazepam (z. B. Adumbran®), Tetrazepam (z. B. Musaril®) und Lorazepam (z. B. Tavor®); diese sind - ärztlich verordnet - in Kombination mit einer HIV-Therapie einsetzbar.

Da in Studien nur einzelne Substanzen getestet werden, sind Wechselwirkungen weiterer Substanzen trotz Nicht-Nennung nicht ausgeschlossen!

Kaletra® + Tranquilizer

 

Bei Proteasehemmern und Sustiva® besteht ein erhöhtes Risiko für Sedierung (Versetzung in einen schläfrigen Zustand).

Die Wirkdauer kann extrem ansteigen, so dass man unter Umständen mehrere Tage betäubt und desorientiert ist. Dies gilt für Midazolam (Dormicum®), Alprazolam (Cassadan®, Tafil®, Xanax®) und Triazolam (Halcion®). Diese Substanzen haben ein hohes Wechselwirkungspotenzial!

Ein nur geringes Wechselwirkungspotenzial besitzen dagegen Oxazepam (z. B. Adumbran®), Tetrazepam (z. B. Musaril®) und Lorazepam (z. B. Tavor®); diese sind - ärztlich verordnet - in Kombination mit einer HIV-Therapie einsetzbar.

Da in Studien nur einzelne Substanzen getestet werden, sind Wechselwirkungen weiterer Substanzen trotz Nicht-Nennung nicht ausgeschlossen!

Invirase® + Tranquilizer

 

Bei Proteasehemmern und Sustiva® besteht ein erhöhtes Risiko für Sedierung (Versetzung in einen schläfrigen Zustand).

Die Wirkdauer kann extrem ansteigen, so dass man unter Umständen mehrere Tage betäubt und desorientiert ist. Dies gilt für Midazolam (Dormicum®), Alprazolam (Cassadan®, Tafil®, Xanax®) und Triazolam (Halcion®). Diese Substanzen haben ein hohes Wechselwirkungspotenzial!

Ein nur geringes Wechselwirkungspotenzial besitzen dagegen Oxazepam (z. B. Adumbran®), Tetrazepam (z. B. Musaril®) und Lorazepam (z. B. Tavor®); diese sind - ärztlich verordnet - in Kombination mit einer HIV-Therapie einsetzbar.

Da in Studien nur einzelne Substanzen getestet werden, sind Wechselwirkungen weiterer Substanzen trotz Nicht-Nennung nicht ausgeschlossen!

Aptivus® + Tranquilizer

 

Bei Proteasehemmern und Sustiva® besteht ein erhöhtes Risiko für Sedierung (Versetzung in einen schläfrigen Zustand).

Die Wirkdauer kann extrem ansteigen, so dass man unter Umständen mehrere Tage betäubt und desorientiert ist. Dies gilt für Midazolam (Dormicum®), Alprazolam (Cassadan®, Tafil®, Xanax®) und Triazolam (Halcion®). Diese Substanzen haben ein hohes Wechselwirkungspotenzial!

Ein nur geringes Wechselwirkungspotenzial besitzen dagegen Oxazepam (z. B. Adumbran®), Tetrazepam (z. B. Musaril®) und Lorazepam (z. B. Tavor®); diese sind - ärztlich verordnet - in Kombination mit einer HIV-Therapie einsetzbar.

Da in Studien nur einzelne Substanzen getestet werden, sind Wechselwirkungen weiterer Substanzen trotz Nicht-Nennung nicht ausgeschlossen!

Viracept® + Tranquilizer

 

Bei Proteasehemmern und Sustiva® besteht ein erhöhtes Risiko für Sedierung (Versetzung in einen schläfrigen Zustand).

Die Wirkdauer kann extrem ansteigen, so dass man unter Umständen mehrere Tage betäubt und desorientiert ist. Dies gilt für Midazolam (Dormicum®), Alprazolam (Cassadan®, Tafil®, Xanax®) und Triazolam (Halcion®). Diese Substanzen haben ein hohes Wechselwirkungspotenzial!

Ein nur geringes Wechselwirkungspotenzial besitzen dagegen Oxazepam (z. B. Adumbran®), Tetrazepam (z. B. Musaril®) und Lorazepam (z. B. Tavor®); diese sind - ärztlich verordnet - in Kombination mit einer HIV-Therapie einsetzbar.

Da in Studien nur einzelne Substanzen getestet werden, sind Wechselwirkungen weiterer Substanzen trotz Nicht-Nennung nicht ausgeschlossen!

Telzir® + Tranquilizer

 

Bei Proteasehemmern und Sustiva® besteht ein erhöhtes Risiko für Sedierung (Versetzung in einen schläfrigen Zustand).

Die Wirkdauer kann extrem ansteigen, so dass man unter Umständen mehrere Tage betäubt und desorientiert ist. Dies gilt für Midazolam (Dormicum®), Alprazolam (Cassadan®, Tafil®, Xanax®) und Triazolam (Halcion®). Diese Substanzen haben ein hohes Wechselwirkungspotenzial!

Ein nur geringes Wechselwirkungspotenzial besitzen dagegen Oxazepam (z. B. Adumbran®), Tetrazepam (z. B. Musaril®) und Lorazepam (z. B. Tavor®); diese sind - ärztlich verordnet - in Kombination mit einer HIV-Therapie einsetzbar.

Da in Studien nur einzelne Substanzen getestet werden, sind Wechselwirkungen weiterer Substanzen trotz Nicht-Nennung nicht ausgeschlossen!

Sustiva® + Tranquilizer

 

Bei Proteasehemmern und Sustiva® besteht ein erhöhtes Risiko für Sedierung (Versetzung in einen schläfrigen Zustand).

Die Wirkdauer kann extrem ansteigen, so dass man unter Umständen mehrere Tage betäubt und desorientiert ist. Dies gilt für Midazolam (Dormicum®), Alprazolam (Cassadan®, Tafil®, Xanax®) und Triazolam (Halcion®). Diese Substanzen haben ein hohes Wechselwirkungspotenzial!

Ein nur geringes Wechselwirkungspotenzial besitzen dagegen Oxazepam (z. B. Adumbran®), Tetrazepam (z. B. Musaril®) und Lorazepam (z. B. Tavor®); diese sind - ärztlich verordnet - in Kombination mit einer HIV-Therapie einsetzbar.

Da in Studien nur einzelne Substanzen getestet werden, sind Wechselwirkungen weiterer Substanzen trotz Nicht-Nennung nicht ausgeschlossen!

Atripla® + Tranquilizer

 

Bei Proteasehemmern und Efavirenz besteht ein erhöhtes Risiko für Sedierung (Versetzung in einen schläfrigen Zustand).

Die Wirkdauer kann extrem ansteigen, so dass man unter Umständen mehrere Tage betäubt und desorientiert ist. Dies gilt für Midazolam (Dormicum®), Alprazolam (Cassadan®, Tafil®, Xanax®) und Triazolam (Halcion®). Diese Substanzen haben ein hohes Wechselwirkungspotenzial!

Ein nur geringes Wechselwirkungspotenzial besitzen dagegen Oxazepam (z. B. Adumbran®), Tetrazepam (z. B. Musaril®) und Lorazepam (z. B. Tavor®); diese sind - ärztlich verordnet - in Kombination mit einer HIV-Therapie einsetzbar.

Da in Studien nur einzelne Substanzen getestet werden, sind Wechselwirkungen weiterer Substanzen trotz Nicht-Nennung nicht ausgeschlossen!

Wechselwirkungen mit anderen Drogen

Alkohol, Opioide und andere sedierende Substanzen:

  • Gefahr durch Verstärkung der Atemherabsetzung! In der Literatur wird ein Fall einer tötlichen Interaktion zwischen Clonazepam und Oxycodon beschrieben.
  • Clonazepam hemmte möglicherweise den Abbau von Oxycodon, was zu Atemlähmung und Herzversagen mit Todesfolge führte. 
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Wer Drogen nimmt weiß, dass deren Wirkung an unterschiedlichen Tagen sehr verschieden sein kann. Dies kann mit der eigenen psychischen und körperlichen Verfassung, aber auch mit dem unterschiedlichen “Reinheitsgehalt”, das heißt dem Verhältnis des reinen Wirkstoffs zu diversen Zusatzstoffen, zusammenhängen.

Zudem ist es möglich, dass die gleiche Substanz bei verschiedenen Menschen unterschiedlich stark und lange wirkt. Faktoren wie beispielsweise Größe und Gewicht einer Person können die Konzentration einer Droge oder eines Medikaments im Körper beeinflussen. Daher machen wir zu den hier aufgeführten Substanzen und ihren Wirkungen keine Dosisangaben.