Drogen in der Übersicht

Informiere dich über Wirkung und Risiken verschiedener Drogen und Substanzen. Du kannst auch herausfinden, welche Wechselwirkungen zwischen einzelnen Drogen und HIV- oder HCV-Medikamenten bestehen.

Erste Hilfe beim Drogennotfall

Notruf: 112, Polizei: 110
Sucht- und Drogenhotline: 01805-313031
Vergiftungszentrale: 030/19240

Kokain

Coke, Crack, Freebase, Koka, Koks
Wirkstoff: Cocain

Wirkungen und Nebenwirkungen

Wirkungen und Nebenwirkungen

  • Euphorie, Gefühl der Stärke, Abbau von Hemmungen, Redseligkeit
  • Abnahme der Kritik- und Urteilsfähigkeit
  • erhöhte Risikobereitschaft
  • sexuell stimulierend, in höherer Dosis Erektionsstörungen
  • Unterdrückung des Hunger- und Durstgefühls sowie des Schlafbedürfnisses
  • Verminderung des Schmerzempfindens
  • Verwirrtheit, Psychosen und Krampfanfälle sind möglich
  • Kreislaufbelastung durch Erhöhung von Blutdruck und Herzfrequenz
  • durch Verengung der Herzkranzgefäße erhöhtes Herzinfarktrisiko (auch bei jungen Menschen!)

Nachwirkung:

  • Erschöpfung
  • Depression
  • Gereiztheit
  • Angst
  • Hunger nach der Droge ("Craving")

Langzeitfolgen:

  • Stimmungsschwankungen, Angststörungen, Kokainpsychose mit Wahnvorstellungen (dass kleine Tierchen unter der Haut krabbeln), Persönlichkeitsveränderungen, Depressionen, Gedächtnisstörungen
  • Schädigung der Naseschleimhaut durch Sniefen
  • Schädigung der Lunge durch Crack-Rauchen
  • Menschen mit erblich bedingtem Cholinesterasemangel können Kokain schlechter abbauen, die Gefahr einer Kokain-Überdosierung/-vergiftung steigt
  • Es besteht die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit.

 

Gesundheits-Tipps, Safer Use

  • Wegen der hohen Abhängigkeitsgefahr sollten konsequent Konsumpausen eingelegt werden. Durch erhöhte Aggressivität, gesteigerte sexuelle Lust und vermindertes Schmerzempfinden kann es beim Sex leichter zu Verletzungen kommen, über die - ohne Schutzmaßnahmen - HIV- und Hepatitis-C-Viren übertragen werden können. Daher vorher Safer-Sex-Abprachen treffen und Kondome/Handschuhe (beim Fisten) verwenden.
  • Keine Kombination mit anderen Drogen!
  • Überdosierungen treten vor allem nach intravenösem Konsum (Spritzen) auf. Sniefen ist risikoärmer (eigenes Röhrchen verwenden!).
  • Durch erhöhte Aggressivität, gesteigerte sexuelle Lust und vermindertes Schmerzempfinden kann es beim Sex leichter zu Verletzungen kommen, über die - ohne Schutzmaßnahmen - HIV- und Hepatitis-C-Viren übertragen werden können. Daher vorher Safer-Sex-Abprachen treffen und Kondome/Handschuhe (beim Fisten) verwenden.

Literatur

LeDuc BW, Sinclair PR, Shuster L, et al. Norcocaine and N-hydroxynorcocaine formation in human liver microsomes: role of cytochrome P- 450 3A4. Pharmacology 1993; 46:294-300. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8488174?ordinalpos=2&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum

Ladona MG, Gonzalez ML, Rane A, et al. Cocaina metabolism in human fetal and adult liver microsomes is related to cytochrome P450 3A expression. Life Sci 2000; 68:431- 43. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11205892?ordinalpos=6&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum

Hoffman RS, Henry GC, Howland MA, et al. Association between life-threatening cocaine toxicity and plasma cholinesterase activity. Ann Emerg Med 1992; 21:247-53. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1536483?ordinalpos=2&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum

Odeleye OE, Watson RR, Eskelson CD, et al. Enhancement of cocaine-induced hepatotoxicity by ethanol.Drug Alcohol Depend 1993; 31(3):253-63.

Boyer CS, Petersen DR. Potentiation of cocaine-mediated hepatotoxicity by acute and chronic ethanol. Alcohol Clin Exp Res 1990; 14(1):28-31.

Jover R, Ponsoda X, Gómez-Lechón MJ, et al. Potentiation of cocaine hepatotoxicity by ethanol in human hepatocytes. Toxicol Appl Pharmacol 1991; 107(3):526-34.

Foltin RW, Fischman MW. The effects of combinations of intranasal cocaine, smoked marijuana, and task performance on heart rate and blood pressure. Pharmacol Biochem Behav 1990; 36(2):311-5. 

Wechselwirkungen mit HIV-Medikamenten

Wechselwirkungen mit anderen Drogen

Speed/Crystal/Koffein/Ecstasy:

  • Erhöhung der Herz-Kreislauf-Belastung (durch Blutdruck- und Herzfrequenzsteigerung) und des Herzinfarktrisikos

Alkohol:

  • Gefahr einer Alkoholvergiftung, da die konsumierte Alkoholmenge nicht mehr richtig eingeschätzt wird. Außerdem verstärkt Alkohol die lebertoxische Wirkung des Kokains, so dass das Risiko für eine Leberschädigung erhöht ist. 

Momentan ist kein Inhalt mit diesem Begriff klassifiziert.

RSS - Kokain abonnieren

Wer Drogen nimmt weiß, dass deren Wirkung an unterschiedlichen Tagen sehr verschieden sein kann. Dies kann mit der eigenen psychischen und körperlichen Verfassung, aber auch mit dem unterschiedlichen “Reinheitsgehalt”, das heißt dem Verhältnis des reinen Wirkstoffs zu diversen Zusatzstoffen, zusammenhängen.

Zudem ist es möglich, dass die gleiche Substanz bei verschiedenen Menschen unterschiedlich stark und lange wirkt. Faktoren wie beispielsweise Größe und Gewicht einer Person können die Konzentration einer Droge oder eines Medikaments im Körper beeinflussen. Daher machen wir zu den hier aufgeführten Substanzen und ihren Wirkungen keine Dosisangaben.